Kantonaler Richtplan

Leitlinien für die künftige Raumentwicklung im Kanton Zürich

Verbindlichkeit der Leitlinien

Diese Leitlinien setzen die Schwerpunkte für die Raumplanung im Kanton Zürich. Als Orientierungsrahmen für die einzelnen mit dem kantonalen Richtplan getroffenen Festlegungen sind sie für alle mit raumwirksamen Aufgaben betrauten Stellen massgebend. Zusätzlich zu den gesetzlichen Zielen der Raumplanung sind die Leitlinien bei nachfolgenden Planungen sowie bei der Erteilung von Bewilligungen ihrer Bedeutung entsprechend zu berücksichtigen.

Wohnüberbauung

1. Die Zukunftstauglichkeit der Siedlungsstrukturen ist sicherzustellen und zu verbessern. Dies soll durch eine Siedlungsentwicklung nach innen, den Erhalt und die Steigerung der Siedlungsqualität, die Sicherstellung der Grundversorgung sowie den sparsamen Umgang mit Energie, Wasser und weiteren Ressourcen, insbesondere dem Boden, erfolgen.

Bahnhof

2. Die Entwicklung der Siedlungsstruktur ist schwerpunktmässig auf den öffentlichen Verkehr auszurichten. Die S-Bahn bildet das Rückgrat der Siedlungsentwicklung. Der öffentliche Verkehr hat mindestens die Hälfte des Verkehrszuwachses zu übernehmen, der nicht auf den Fuss- und Veloverkehr entfällt.

Landschaft in Bäretswil

3. Zusammenhängende naturnahe Räume sind zu schonen und zu fördern. Im Vordergrund stehen der Schutz der freien Landschaft und die Erhaltung und Aufwertung von Lebensräumen. Für die Produktion von Nahrungsmitteln sind ausreichend landwirtschaftliche Nutzflächen zu erhalten.

Richtplan, Leitlinie 4

4. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei raumwirksamen Tätigkeiten ist auf allen Ebenen (Gemeinden, Regionen, benachbarte Kantone und Ausland) zu intensivieren und zu unterstützen. Dies soll ver mehrt auch das Dimensionieren und Ausgestalten von Bau-, Freihalte- und Erholungszonen umfassen.

Richtplan, Leitlinie 5

5. Die räumliche Entwicklung orientiert sich am Grundsatz der Nachhaltigkeit. Sie strebt nach einem auf Dauer ausgewogenen Verhältnis zwischen der Natur und ihrer Erneuerungsfähigkeit einerseits und ihrer Beanspruchung durch den Menschen andererseits. Der Raumplanung fällt eine Schlüsselrolle zu.