Ortsbildschutz

Ortsbild

Der haushälterische Umgang mit dem Boden erfordert zunehmend eine Entwicklung der Siedlungen nach innen. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass die Qualität der Siedlungen erhalten bzw. gesteigert werden kann.

Mit den Instrumenten der Raumplanung, insbesondere mit Sondernutzungsplanungen lassen sich verschiedene Aspekte der Siedlungsqualität beeinflussen. Sie eignen sich aber vor allem dazu, die strukturellen und baulichen Qualitäten einer Siedlung positiv zu steuern. Die Gebietsbetreuenden Ortsbild und Städtebau beraten Architekten, Bauherren und Gemeinden bei der Erarbeitung von Sondernutzungsplänen sowie bei Bauvorhaben im überkommunalen Ortsbildschutz.

Ortsbilder von nationaler Bedeutung (ISOS)

Das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz ISOS umfasst schützenswerte Dauersiedlungen der Schweiz und differenziert Gebiete und Baugruppen sowie in Umgebungszonen nach ihrem räumlichen oder historischen Zusammenhang. Für die einzelnen Gebiete sind Erhaltungsziele definiert. Aufgrund der Raumplanungsgesetzgebung ist das ISOS in den kantonalen Richtplan eingeflossen. Als behördenverbindliches Instrument dient es Fachleuten und Politikern als Entscheidgrundlage.

Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung

Der Kanton führt ein Inventar der aus überkommunaler Sicht für das Ortsbild wichtigen Gebäude- und Gebäudegruppen (kantonales Ortsbildinventar) und gewährleistet die Abstimmung mit dem Bundesinventar für schützenswerte Ortsbilder der Schweiz (ISOS). Das kantonale Ortsbildinventar besteht aus dem Inventarplan und dem Ortsbildbeschrieb. Der Inventarplan liefert Aussagen zur Bebauungsstruktur mit prägenden und strukturbildenden Gebäude und Firstrichtungen sowie zur Frei- und Aussenraumstruktur mit wichtigen Freiräumen, prägenden Platz- /Strassenräumen, markanten Bäumen und ortstypischen Elementen. Die Beschriebe geben Aufschluss darüber, welche ortstypischen Prinzipien für das jeweilige Ortsbild gelten und welches Schutzziel angestrebt wird. Das Ortsbild wird in seiner Gesamtheit, das heisst als Zusammenspiel der ortsbaulichen Struktur mit den Gebäuden und den Freiräumen verstanden. Es ist daher wichtig, ein Vorhaben sowohl baulich wie auch freiräumlich in den Gesamtzusammenhang zu setzen und im Kontext des Ortes zu planen. Das kantonale Ortsbildiventar ist behördenverbindlich.

Bauen im überkommunalen Ortsbild

Ortsbildschutz

Das kantonale Ortsbildinventar ist behördenverbindlich. Aufgabe der Gemeinde ist es, die Schutzziele im Rahmen ihrer Nutzungsplanung anhand detaillierten Kernzonenpläne grundeigentümerlich festzusetzen.

Bauvorhaben in den Ortsbildern von überkommunaler Bedeutung bedürfen neben einer Bewilligung örtlichen Baubehörde auch eine Bewilligung durch das Amt für Raumentwicklung. Das Amt für Raumentwicklung prüft dabei, ob sich das Bauvorhaben mit den Zielen und Anliegen des kantonalen Ortsbildschutzes vereinbaren lässt. Demgegenüber untersucht die lokale Bauberhörde, ob das Bauvorhaben allen übrigen gestalterischen Anforderungen insebesonderen den Kernzonenbestimmungen, genügt.

Informationen zu den überkommunalen Ortsbildinventaren können unter www.maps.zh.ch in den Karten «Inventar der schutzwürdigen Ortsbilder von überkommunaler Bedeutung»  mit den dazugehörigen Beschrieben abgerufen werden.