Europäische Tage des Denkmals

Ohne Grenzen

Samstag, 15. und Sonntag, 16. September 2018

Weder Pass noch Visum sind nötig, um bei der diesjährigen Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals dabei zu sein. Wer im September 2018 die Reise wagt, gewinnt Einblicke hinter die Kulissen historischer Baudenkmäler der Schweiz. Ob Bewohnerin, Enthusiast, Fachperson oder Neugierige: Die Denkmaltage lassen Sie an rund tausend kostenlosen Führungen, Spaziergängen und Gesprächsrunden das vielfältige Kulturerbe der Schweiz erkunden.
Das Thema «Ohne Grenzen» lädt Besuchende der Denkmaltage 2018 ein, Grenzen nicht nur geographisch, sondern auch sprachlich, chronologisch, materiell oder sozial zu überschreiten. Wie entwickeln wir unser Kulturerbe für künftige Generationen weiter? Wie gehen wir mit jungen Denkmälern um?
Details zu den Veranstaltungen sowie die genauen Uhrzeiten der Führungen und Vorführungen finden Sie hier:

Geborgene Schätze oder Recycling-Anlage?

Samstag, 15. September: 11.00 und 13.00 Uhr

Seit über 60 Jahren sammelt, rettet und bewahrt die kantonale Denkmalpflege Bauteile auf. So trifft man im Lager in Dübendorf nicht nur auf alte Bekannte aus dem Hauptbahnhof oder originelle Bügelfaltmaschinen aus dem Grand Hotel Dolder, sondern auch auf Hunderte von Ofenkacheln, Ziegeln und Bodenplatten, die dort auf ein neues Zuhause warten.
11.00 und 13.00 Uhr. Vor dem Eingang der Stettbachstrasse 7 in Dübendorf.

Zwischen Schwefel und Soda

Sonntag, 16. September: 10.00 – 16.30 Uhr

In der ersten grossen Entwicklungsphase der Chemischen Fabrik Uetikon am See entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts die mächtigen Kammerofengebäude im Osten des heutigen Fabrikareals. Diese «Kathedralen» auf aufgeschüttetem Terrain waren der Auftakt einer blühenden Industrie. Die kantonale Denkmalpflege bietet Einblicke in das Innere der mächtigen Fabrikhallen und thematisiert die Vergangenheit und Zukunft des Areals. Während ehemalige Arbeiter von ihren persönlichen Erlebnissen aus dem Fabrikalltag erzählen, erfahren Sie auch mehr über das laufende Beteiligungsverfahren «Chance Uetikon» mit Einbezug der lokalen Bevölkerung. Nebst den denkmalgeschützten Fabrikhallen sind auch der Umgang mit dem unmittelbaren Gewässerraum und die von der Chemie über 200 Jahre beanspruchten Gebäude und deren Tragkonstruktionen ein Thema.

Die Landihalle: ein Mythos?

Sonntag, 16. September: 10.30, 11.30 und 13.30 Uhr

Bauforschung ist manchmal intensive und überraschende Detektivarbeit. Dies lässt sich am Beispiel der sogenannten «Landihalle» ganz besonders gut zeigen. Lange war man davon ausgegangen, dass die «Landi-Halle» oder «Festhütte» von der Landesausstellung 1914 aus Bern stammt. Auf einem Rundgang werden Ihnen nun aber die überraschenden Forschungsergebnisse zu diesem Holzbau erläutert.
Führungszeiten: 10.30, 11.30 und 13.30

Forschungstour für Kinder

Sonntag, 16. September: ab 10.00 Uhr

Werde Bauforscher oder Bauforscherin und entdecke Bau-Geschichten! Finde heraus, was in der Fabrik hergestellt wurde. Mach im Laboratorium ein chemisches Experiment. Vergleiche die Häuser der Arbeiterfamilien und der Fabrikanten. Und was war eigentlich G.S.3.?
Forschungsrundgang für die ganze Familie durch das Areal der ehemaligen chemischen Fabrik. Start jederzeit ab 10 Uhr möglich. Die Begleitung der Kinder durch eine Bezugsperson ist erforderlich.

«Die Wäck» - Stifter, Gönnerfamilie Schnorf, Anlage und Bau

Sonntag, 16. September: 11.30, 13.30 und 15.15 Uhr

Der Rundgang erzählt Geschichten von den Gründern, den Erbauern und von der Gönnerfamilie Schnorf, sowie dem heutigen Nutzungsdruck.
Führungszeiten: 11.30, 13.30 und 15.15. Ausgangspunkt ist jeweils der Haupteingang des «Wäckerling-Haus», Tramstrasse 55 in Uetikon am See.

«Familie Schnorf im Dorf»

Sonntag, 16. September: 11.30, 13.30 und 15.15 Uhr

Die «Chemische» und die Fabrikantenfamilie Schnorf prägten nicht nur den Uferstreifen von Uetikon, sondern auch das Dorf. Die Führung zeigt anhand ausgewählter Beispiele wie dem Pfarrreihaus, dem Sonnenhof und dem Wohlfahrtshaus (Fumagalli) das sozialgeschichtliche Wirken der Familie und endet bei der Wäckerling-Stiftung.
Führungszeiten: 9.30, 13.30 und 15.15 Uhr. Ausgangspunkt ist vor der Bibliothek, Bergstrasse 105 in Uetikon am See.

Unterwasserarchäologie in Uetikon

Sonntag, 16. September: 10.00 bis 17.00 Uhr

Die ältesten Dörfer aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit (4000-2500 und 2000-800 v. Chr.) liegen zwischen Hafen und Badi versunken im See. Sie können frisch geborgene Funde in die Hand nehmen und versuchen herauszufinden, was es ist.
Von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr erhalten Sie einen Einblick in die faszinierende Arbeit der archäologischen Taucher.

Pläsirfahrten auf historischen Zürichsee-Booten

Sonntag, 16. September: 10.30 bis 16.30 Uhr

Um 1900 entwickelte sich die Schifffahrt zur «Freude des Bürgers». In den Werften am Zürichsee wurden die ersten «Pläsirboote» gebaut. Das Pläsirboot ANNIE (1912 von Emil Leemann, Pfäffikon ZH), der Backdeckkreuzer FRÖSCH (1921 von Suter&Portier, Meilen) und der Weekendkreuzer AJAX (1936 von John Faul, Horgen) sind auf Rundfahrten zu erleben.
Alle 15 Minuten ab 10.30 Uhr bis 16.30 Uhr ab der ZSG-Anlegestelle Uetikon am See.

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