Kantonale Denkmalpflege

Architekten P. Artaria, H. Schmidt, M. E. Haefeli, C. Hubacher, R. Steiger, W. M. Moser, E. Roth
Zürich-Wollishofen, Werkbundsiedlung «Neubühl», 1930-1932

Aktuell

Ausssichtstürme als Baudenkmäler

Der Kanton Zürich verfügt mit seinen insgesamt 15 Aussichtstürmen über eine typlogisch breite Palette aus den vergangenen rund 120 Jahren. Aus dem Bestand ragen die beiden erhaltenen Stahlfachwerktürme des ausgehenden 19. Jahrhunderts (Eschenberg, Pfannenstil) heraus, die in konstruktiver, historischer wie denkmalpflegerischer Hinsicht von hohem Wert sind. Ästhetisch wie konstruktiv bemerkenswert sind aber auch einzelne der seit den 1950er Jahren entstandenen acht Holztürme (Loorenkopf, Stadlerberg, Hochwacht Wildensbuch, Altberg). Drei jüngere Stahlfachwerktürme (Irchel, Bachtel, Üetliberg) sowie zwei begehbare Spezialfälle (Cholfirst, Winterthur-Brühlberg) vervollständigen den Überblick zu dieser Baugattung.
Aussichtstürme sind seit ihrer Entstehung Wahrzeichen und Merkpunkte, die häufig in wenig überbauten Gegenden wichtige gestalterische Akzente von teilweise beachtlicher Qualität setzen. Diesen Bauwerken, die häufig mit sehr individuellen Entstehungsgeschichten verknüpft sind, gilt es aus denkmalpflegerischer Sicht Sorge zu tragen.

Ausstellung: Weg damit! Zürcher Abbruchgeschichten

Immer wieder stösst die Denkmalpflege bei ihrer Arbeit auf prächtige Türen, Fenster und Böden, die herausgerissen und nicht mehr eingebaut werden. Was tun mit diesen Bauteilen? Die Antwort der Denkmalpflege lautet: sammeln und recyceln! Denn was im einen Haus seine Funktion verloren hat, findet vielleicht in einem anderen nochmals Verwendung. Weitere Infos…

Rückblick: Europäische Tage des Denkmals

Die 24. Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals im Kanton Zürich fand am 9. und 10. September 2017 zum Thema «Macht und Pracht» statt.
Was hat Kulturerbe mit Macht zu tun? Burgen und Schlösser repräsentieren durch ihre Lage, Grösse und Ausstattung den Herrschaftsanspruch oder die wirtschaftliche Kraft ihrer Erbauer. Kathedralen und Klöster verweisen auf eine überirdische Macht und markieren den Anspruch der Kirche auf religiösen und weltlichen Einfluss. Stadthäuser erkennen wir aufgrund ihrer Fassaden auf den ersten Blick als Eigentum einflussreicher Persönlichkeiten. Die Formensprachen der Macht sind vielfältig, sie verändern und verschieben sich im Laufe der Zeit.
Die Denkmaltage boten die Gelegenheit, den mal eindeutigen, mal versteckten Formen der Macht im kulturellen Erbe nachzuspüren.

21. Bericht der Zürcher Denkmalpflege

Die kantonale Denkmalpflege Zürich veröffentlicht periodisch einen Bericht mit Einblicken in ihre Tätigkeit. Der nun vorliegende 21. Band umfasst Restaurierungen bedeutender Baudenkmäler, die schwergewichtig im Zeitraum 2011 bis 2012 erfolgreich abgeschlossen wurden – quer durch Regionen, Epochen und Baugattungen.
Der typologische Querschnitt des Bandes reicht von restaurierten Sakralbauten (Horgen, Küsnacht, Stäfa, Turbenthal, Winterthur, Zürich-Hard) bis zu öffentlichen Bauten wie dem Bezirksgebäude Bülach oder dem Kindergarten «Gerbe» in Elgg. Dargestellt werden zudem verschiedene Wohn- und Geschäftsbauten des 20. Jahrhunderts – unter anderen das Wohnhaus «Friedheim» in Affoltern am Albis, die Villa «Grünenberg» samt Parkanlage in Wädenswil sowie die Villen «Im Düggel» und Streiff in Küsnacht – und auch verschiedene Bauern- und Bürgerhäuser, industriegeschichtlich bedeutende Ensembles, Anlagen oder Infrastrukturbauten. Weitere Infos…

Die Geschichte einer einzigartigen Villa. (Zürichsee-Zeitung, 12. April 2017) Artikel…