Kantonale Denkmalpflege

Architekten P. Artaria, H. Schmidt, M. E. Haefeli, C. Hubacher, R. Steiger, W. M. Moser, E. Roth
Zürich-Wollishofen, Werkbundsiedlung «Neubühl», 1930-1932

OPEN HOUSE: ARCHITEKTUR FÜR ALLE

Das Stadtpalais Rechberg: barocke Pracht – städtische Macht

Das zwischen 1758 und 1770 errichtete Palais «Rechberg», einst «Krone» genannt, ist der bedeutendste Rokokobau des Kantons Zürich. Die reiche Innenausstattung zeugt vom hohen Anspruch des Ehepaares Werdmüller-Oeri. Seine Geschichte ist eng mit den einflussreichsten Zürcher Familien verbunden. Bereits kurz nach Bauvollendung diente das Palais als repräsentative Lokalität für den Empfang in- und ausländischer Prominenz, darunter die Generäle der Koalitionskriege der österreichische Kaiser Franz I. oder Zar Alexander I. von Russland. Zwischen 2012 und 2014 erfolgte die Gesamtinstandsetzung des Ensembles.

Wann: Samstag, 30. September und Sonntag, 1. Oktober
Führungszeiten siehe www.openhouse-zuerich.org
Wo: Hirschengraben 40, Rechberg, im Innenhof
ÖV: Tram 3 oder 15 oder Bus 31 bis Haltestelle «Neumarkt», danach ca. 1 Min. Fussweg
Was: Andreas Gallmann, kantonale Denkmalpflege
Anmeldung unter www.openhouse-zuerich.org
Organisation: Kantonale Denkmalpflege Zürich

Der Waffensaal des Staatsbauinspektors Johann Caspar Wolff

Die Kasernen- und Zeughausanlage Zürich samt der Polizeikaserne gehört baulich zu den bedeutendsten architektonischen Leistungen des 19. Jahrhunderts in der Schweiz.
Hier im Waffensaal, just oberhalb des ungastlichen Durchgangs, kamen Ende des 19. Jahrhunderts die noblen und herrschaftlichen Gäste Zürichs zusammen, um das stattliche Arsenal an Rüstungen, Hellebarden, Speeren, Kanonen und anderen Kriegsmaterialien zu bewundern.
Allein der Umstand, dass gleich zwei dieser Treppenaufgänge zum Waffensaal führen – in gespiegelter Form rechts und links der Passage zum Zeughaushof –, lässt einen den Pomp erahnen, mit dem die militärische Schlagkraft Zürichs den Gästen aus dem In- und Ausland zur Schau gestellt wurde.

Wann: Samstag, 30. September
Führungszeiten siehe www.openhouse-zuerich.org
Wo: Militärstrasse 53 oder Kanonengasse 20, 8004 Zürich
ÖV: Tram 3, 14 oder 8 oder Bus 31 bis Haltestelle «Kanonengasse», danach ca. 1 Min. Fussweg
Was: Thomas Müller, kantonale Denkmalpflege
Anmeldung unter www.openhouse-zuerich.org
Organisation: Kantonale Denkmalpflege Zürich

ALTERTHÜMER-MAGAZIN

Neue Ausstellung: Alterthümer sammeln und recyceln

Immer wieder stösst die Denkmalpflege bei ihrer Arbeit auf prächtige Türen, Fenster und Böden, die herausgerissen und nicht mehr eingebaut werden. Was tun, mit diesen Bauteilen? Die Antwort der Denkmalpflege lautet: sammeln und recyceln! Denn was im einen Haus seine Funktion verloren hat, findet vielleicht in einem anderen nochmals Verwendung.
Die diesjährige Ausstellung widmet sich besonderen Objekten aus der Sammlung. Woher kommt die Heiligenfigur? Was ist vom einstmals prächtigen Palais Henneberg übrig geblieben? Wie kommt eine Zürcher-Lampe an die Upper East Side in New York? Parallel dazu erfahren Sie mehr über unser häufigstes Sammelgut Türen und machen einen Zeitsprung zu den Pfahlbauern auf dem Sechseläutenplatz. Und wenn Sie schon immer einmal wissen wollten, was ein Fisch und eine Maus auf einer Türe verloren haben, sind Sie im Alterthümer-Magazin genau richtig. Weitere Infos…

RUNDGÄNGE STADT- UND LAND

Streit- oder Glücksfall? Debatten um Baudenkmäler

Hitzige Grundsatzdiskussionen um Baudenkmäler gibt es immer wieder. Denn beim Bauen im historischen Kontext geht es um die grossen Themen des Zusammenlebens: um Erinnerungen, Heimatgefühle, Verlustängste, aber auch um Geld, Mut und gesellschaftliches Engagement. Was gestern noch ein Abbruchobjekt war, kann heute schon ein Schutzobjekt sein. Wir beleuchten spannende Debatten der letzten Jahrzehnte zu besonderen Bauten – vom Schloss bis zum Bauernhaus – nochmals neu.

Bis zum 12. Oktober 2017 finden die Führungen am Donnerstagabend statt. Bitte beachten Sie, dass bei einigen Führungen eine Anmeldung notwendig ist. Weitere Infos…

RÜCKBLICK: EUROPÄISCHE TAGE DES DENKMALS

Macht und Pracht

Die 24. Ausgabe der Europäischen Tage des Denkmals im Kanton Zürich fand am 9. und 10. September 2017 zum Thema «Macht und Pracht» statt.
Was hat Kulturerbe mit Macht zu tun? Burgen und Schlösser repräsentieren durch ihre Lage, Grösse und Ausstattung den Herrschaftsanspruch oder die wirtschaftliche Kraft ihrer Erbauer. Kathedralen und Klöster verweisen auf eine überirdische Macht und markieren den Anspruch der Kirche auf religiösen und weltlichen Einfluss. Stadthäuser erkennen wir aufgrund ihrer Fassaden auf den ersten Blick als Eigentum einflussreicher Persönlichkeiten. Die Formensprachen der Macht sind vielfältig, sie verändern und verschieben sich im Laufe der Zeit.
Die Denkmaltage boten die Gelegenheit, den mal eindeutigen, mal versteckten Formen der Macht im kulturellen Erbe nachzuspüren.

21. Bericht der Zürcher Denkmalpflege

Die kantonale Denkmalpflege Zürich veröffentlicht periodisch einen Bericht mit Einblicken in ihre Tätigkeit. Der nun vorliegende 21. Band umfasst Restaurierungen bedeutender Baudenkmäler, die schwergewichtig im Zeitraum 2011 bis 2012 erfolgreich abgeschlossen wurden – quer durch Regionen, Epochen und Baugattungen.
Der typologische Querschnitt des Bandes reicht von restaurierten Sakralbauten (Horgen, Küsnacht, Stäfa, Turbenthal, Winterthur, Zürich-Hard) bis zu öffentlichen Bauten wie dem Bezirksgebäude Bülach oder dem Kindergarten «Gerbe» in Elgg. Dargestellt werden zudem verschiedene Wohn- und Geschäftsbauten des 20. Jahrhunderts – unter anderen das Wohnhaus «Friedheim» in Affoltern am Albis, die Villa «Grünenberg» samt Parkanlage in Wädenswil sowie die Villen «Im Düggel» und Streiff in Küsnacht – und auch verschiedene Bauern- und Bürgerhäuser, industriegeschichtlich bedeutende Ensembles, Anlagen oder Infrastrukturbauten. Weitere Infos…

Die Geschichte einer einzigartigen Villa. (Zürichsee-Zeitung, 12. April 2017) Artikel…