Zentimetergenau: Standortangabe mobiler Geräte dank Kontrollpunkt überprüfen

19.11.2018 - Medienmitteilung

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Kontrollpunkt für mobile Geräte

Interessierte können ab sofort die Genauigkeit ihrer Smartphones und Navigationsgeräte überprüfen. Die Baudirektion hat beim Landesmuseum in Zürich einen Kontrollpunkt für mobile Geräte eingerichtet – den ersten in der Schweiz.

Koordinaten begegnen uns täglich. Rund 80 Prozent aller Entscheide haben eine räumliche Dimension, die über Koordinaten definiert wird. So sind Navigationsapps und elektronische Positionierungsdienste aus dem Alltag kaum mehr wegzudenken. Als ständige Begleiter helfen sie, den kürzesten Weg zum Ziel zu finden, sich an unbekannten Orten zu orientieren, Restaurants zu lokalisieren oder den Standort von Freunden zu ermitteln. Aber nicht nur in alltäglichen Dingen erweisen mobile Geräte einen guten Dienst. Die Ortungsfunktion dieser Geräte kann unter Umständen Leben retten.

Ein Kontrollpunkt gibt nun Aufschluss über die Standortgenauigkeit von mobilen Geräten. Das Amt für Raumentwicklung des Kantons hat vor dem Landesmuseum einen frei zugänglichen Granitstein gesetzt. Auf diesem Stein ist eine Tafel mit den exakten Koordinaten angebracht. An diesem Kontrollpunkt kann die Genauigkeit des Smartphones oder Navigationsgerätes überprüft werden, indem die Abweichung der eigenen Positionsbestimmung zum zentimetergenau bestimmten Punkt angezeigt wird. Während in Deutschland Kontrollpunkte für mobile Geräte bereits seit einigen Jahren verbreitet sind, ist der neu geschaffene Punkt der erste seiner Art in der Schweiz.

Neben seiner Hauptfunktion als Kontrollpunkt dient der Granitstein auch als Bezugspunkt für die amtliche Vermessung. Damit ist er Teil eines landesweiten Netzes, das die Grundlage für das Koordinatensystem der Schweiz bildet. Sämtliche Raumdaten und Positionsbestimmungen beziehen sich auf dieses Koordinatensystem.

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So funktioniert der Kontrollpunkt

Bei herkömmlichen Navigationsgeräten sind die gemessenen Koordinaten mit denjenigen Koordinaten zu vergleichen, die auf der Tafel angegeben sind. Daraufhin kann die Differenz zwischen den beiden Koordinatenpaaren berechnet werden. Einfacher ist es mit dem Smartphone: einfach den QR-Code einscannen, der auf der Tafel des Granitsteins aufgedruckt ist, oder die dort aufgeführte URL eingeben. Daraufhin öffnet sich auf dem Gerät eine Internetseite, auf der zentimetergenau die Differenz zur Soll-Koordinate angezeigt wird. Über einen Link lässt sich zudem eine Kartenansicht im kantonalen GIS-Browser (Geografisches Informationssystem) öffnen. Diese zeigt den Standort des Kontrollpunkts sowie die vom mobilen Gerät bestimmte Position.

(Medienmitteilung der Baudirektion)

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