Raumentwicklung im Umfeld von Risikoanlagen

14.06.2017 - Mitteilung

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Eine neue Planungshilfe zeigt auf, wie Raumentwicklung im Umfeld von Risikoanlagen umsetzbar ist. Sie ersetzt den bisherigen kantonalen Leitfaden «Störfallvorsorge und Raumplanung» (AWEL, 2009).

Der Kanton Zürich hat in den letzten Jahren ein
kontinuierliches Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum erfahren, das gemäss den
aktuellsten Prognosen auch anhalten wird. Die Siedlungsentwicklung nach innen steht
künftig im Vordergrund, wobei die Entwicklung schwerpunktmässig auf den
öffentlichen Verkehr auszurichten ist. Nimmt die Personendichte im Nahbereich
einer Anlage mit Störfallrisiko (Risikoanlage) zu, steigt das Risiko von
Personenschäden. Das raumplanerische Gebot der Siedlungsentwicklung nach innen
kann damit zu Konflikten mit dem Auftrag der Störfallvorsorge (Risikominimierung)
führen.

Eine neue Planungshilfe zeigt auf, wie Raumentwicklung im
Umfeld von Risikoanlagen umsetzbar ist. Sie ersetzt den bisherigen kantonalen
Leitfaden «Störfallvorsorge und Raumplanung» (AWEL, 2009). Die Abwägung
verschiedener Interessen ist eine zentrale Aufgabe der Raumplanung und wird in
der vorliegenden Planungshilfe näher beschrieben. Insbesondere wird aufgezeigt,
wann und wie die Koordination zwischen Raumplanung und Störfallvorsorge im
Rahmen der Richt- und Nutzungsplanung erfolgen soll. Es werden mögliche
planerische Massnahmen aufgezeigt, mit denen die Störfallrisiken bzw. die
Nutzungskonflikte gemindert werden können. Zudem werden Hinweise auf
Objektschutzmassnahmen gegeben, die bei der Planung und Ausführung von Bauten
im Nahbereich von Risikoanlagen einen Schutz gegen Auswirkungen von Störfällen
bieten können.

Planungshilfe

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